Unser Konzept

Wer wir sind und was wir wollen Unser Grundanliegen Gesetzliche Grundlagen Der Träger und das Team Unser Bild vom Kind Wir arbeiten nach sächsischem Bildungsplan Integrationsarbeit Elternarbeit

Wer wir sind und was wir wollen

Unser Grundanliegen

Die integrative Kindertagesstätte Kinderhaus Kleine Strolche e.V. ist eine Einrichtung, die sich als eine Initiative bewusst lebender und engagierter Eltern gegründet hat, die allen Kindern ein ganzheitliches Aufwachsen und eine umfassende Entwicklung im geistigen, seelischen und körperlichen Bereich ermöglichen möchte.

Sie versteht sich als Integrationseinrichtung, die Förderschwerpunkte im Bereich der sozialen und emotionalen Entwicklung setzt, um behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern, aber auch Kindern aus anderen Kulturkreisen ein gemeinschaftliches gleichberechtigtes Zusammenleben mit allen Kindern zu ermöglichen.

Die Einrichtung bietet eine Atmosphäre der Toleranz, der gegenseitigen Unterstützung und Wertschätzung sowie eine kontinuierliche Förderung im kreativ-spielerischen Bereich.

Unser Kinderhaus nimmt Kinder im Alter ab 1,5 Jahren auf und begleitet sie in ihrer umfassenden Entwicklung bis ins beginnende Schulalter. Zur Vorbereitung auf die Einschulung findet im letzten Kindergartenjahr eine kontinuierliche Vorschularbeit statt, die die Kinder behutsam auf ihre neue Lebenssituation einstimmt, um einen fließenden Übergang in ihren neuen Lebensabschnitt zu gewährleisten.

Besondere Aufmerksamkeit wird im gesamten Tagesablauf auf das Entstehen und Wachsen sozialer Kommunikationsfähigkeit gelegt. Um dies zu erreichen, wird neben der täglichen gemeinschaftlichen Gruppenarbeit eine möglichst umfassende Förderung und Begleitung jedes Kindes, entsprechend seines jeweiligen Entwicklungsstandes angestrebt, um dessen Potential an Kreativität, sprachlicher Entwicklung sowie körperlicher Ausdrucksfähigkeit im ganzheitlichen Prozess zu entfalten. Die Einrichtung orientiert sich am Sächsischen Bildungsplan sowie an Hinweisen und Erkenntnissen aus der führenden Fachliteratur.

Das Grundanliegen dieser integrativen Einrichtung ist eine Sensibilisierung für das gemeinschaftliche Leben in gegenseitiger Wertschätzung innerhalb sozialer Regeln. Unser Ziel ist es, gemeinschaftlich zu handeln, Konflikte friedlich zu lösen, der Natur in Akzeptanz und Wertschätzung zu begegnen, um sie den kommenden Generationen zu erhalten. Mit dieser Einstellung tragen wir zur Ausbildung und Entwicklung sozialer Kompetenzen bei.

Gesetzliche Grundlage

Die integrative Kindertagesstätte Kinderhaus Kleine Strolche e.V. wird vom gemeinnützigen und als Träger der freien Jugendhilfe anerkannten Verein Kinderhaus Kleine Strolche e.V. betrieben. Sie untersteht den Gesetzlichkeiten für den Freistaat Sachsen und wird von der Landeshauptstadt Dresden finanziell unterstützt und arbeitsorganisatorisch beraten.

Das besondere Anliegen dieser Einrichtung ist eine Verbindung von ganzheitlicher Förderung von Regelkindern (orientiert am Sächsischen Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen – Gesetz über Kindertageseinrichtungen – SächsKitaG – vom 15. Mai 2009 – insbesondere § 2 Aufgaben und Ziele) und der speziellen, ebenfalls ganzheitlichen Förderung von Integrationskindern sowie deren Zusammenwachsen im täglichen Miteinander.

Das vorliegende Konzept der integrativen Kindertagesstätte Kinderhaus Kleine Strolche e.V. richtet sich ebenfalls nach der „Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales zur Integration von behinderten und von Behinderung bedrohten Kindern in Tageseinrichtungen“ (Sächsische Integrationsverordnung – SächsIntegrVO vom 13.12.2002).

Der Träger und das pädagogische Team

Träger der integrativen Kindertageseinrichtung ist der Kinderhaus Kleine Strolche e.V.. Dieser Verein arbeitet nach der beiliegenden Satzung, gültig ab 01.Januar 2015, aus der die folgenden Abschnitte zitiert sind:

„Zweck des Vereins ist die Förderung von Bildung und Erziehung. Er nimmt die im Grundgesetz Art.6 Abs.2 festgeschriebenen Rechte selbstbestimmt und selbst- organisiert als Elterninitiative wahr und unterstützt in diesem Sinne das Kinder- und Jugendhilfegesetz, insbesondere § 22 und § 25.

Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch den Betrieb einer Tageseinrichtung für Kinder.

Der Verein soll vorrangig durch die Erziehungsberechtigten der betreuten Kinder getragen werden. …

Die Mitgliedschaft im Verein ist Voraussetzung für den Abschluss eines Betreuungsvertrages in der Kindertageseinrichtung.“

Das pädagogische Team besteht aus acht Kolleginnen. Es wird geführt von einer Leiterin. In kollegialer Beratung und Zusammenarbeit wird die organisatorische und pädagogische Arbeit im Kinderhaus gewährleistet. Die breit gefächerte Ausbildung und zum Teil langjährige Erfahrungen in der Praxis bilden eine optimale Basis für die gemeinsame Arbeit. Individuelle Fertigkeiten und Kenntnisse fließen zum Nutzen aller Kinder ineinander und bereichern die Teamarbeit. Neben der grundlegenden
Ausbildung zur Erzieherin verfügt das Team über drei Kollegen mit heilpädagogischer Zusatzausbildung (HPZ), die sich zusätzlich der Betreuung und Förderung unserer Integrationskinder widmen. Jeweils zwei bis drei Kolleginnen arbeiten gemeinsam in einer Kindergartengruppe.
Die anfallenden Aufgaben, die zur Organisation des Kinderhauses notwendig sind, werden gemeinsam im Team geplant, besprochen und untereinander aufgeteilt. Jede Kollegin hat einen eigenen konkreten Aufgabenbereich und informiert in den wöchentlichen Besprechungen das Team über aktuelle Begebenheiten in ihrem Zuständigkeitsbereich.

Der Kontakt und Informationsaustausch zum Vorstand des Vereins ist kontinuierlich.
Der Vorstand des Vereins trifft sich monatlich zur Besprechung der aktuellen Situation. Jeweils eine unserer Kolleginnen nimmt daran teil, um als Bindeglied zwischen Vorstand und Team die Belange des Kinderhauses zu vertreten.

Unser Bild vom Kind

Das Kind ist eine wissbegierige, kompetente und eigenständige Persönlichkeit. Es ist Akteur seiner selbst, erforschend, aktiv, selbstbestimmend und gestaltend. Jedes Kind ist einmalig und besonders, es bestimmt sein Lerntempo und Reihenfolge des Lernens selbst. Es steht im Mittelpunkt mit seinen Interessen, Neigungen und Fähigkeiten, die Welt zu entdecken und zu erobern. Es hat ein Recht auf Mitsprache und freie Meinungsäußerung. Das Kind ist ein kleiner Partner in einer großen Welt.

Damit haben wir es mit 52 Persönlichkeiten zu tun, die alle an einem ganz bestimmten Punkt ihrer Entwicklung stehen, die in ein ganz eigenes, spezifisches Familiensystem eingebunden sind und dort einen einzigartigen Platz einnehmen. Jedes Kind soll sich zu seinem eigenen Besten und möglichst zum Wohle aller in der Gemeinschaft entfalten und entwickeln. Hierzu wollen wir beitragen. Wir fördern die Besonderheit in jedem Kind und respektieren diese. Kinder lernen im aktiven Handeln. Die ersten drei Lebensjahre enthalten spezifische Entwicklungsstufen, die prägend sind für den gesamten späteren Charakter. Sie benötigen viel Aufmerksamkeit, Fürsorge und Fingerspitzengefühl. In einer sie schützenden und begleitenden Umgebung finden sie die Bedingungen, die ihnen den nötigen Freiraum zum Wachsen anbietet, ihnen aber auch Grenzen setzt und damit Sicherheit und Schutz bietet.

Ein Kind, das keine Grenzen kennenlernt, bekommt mitunter Schwierigkeiten, sich im Leben wirklich zu integrieren und sich in seine Stärken und Fähigkeiten einzubringen. Ein Kind, das in seinen Handlungen nicht in seiner natürlichen Aggressivität gelenkt und korrigiert wird, lernt keine Konfliktbewältigungsstrukturen, die ihm tatsächlich helfen könnten, mit Konflikten umzugehen und zu leben.

Pädagogische Arbeit nach dem sächsischen Bildungsplan

Kinder brauchen im Lebens- und Erfahrungsraum Kindertagesstätte: ​

Unser Kinderhaus bietet den Raum, den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Hier finden sie einen Platz, um zu entdecken, zu forschen und auszuprobieren.

Integrationsarbeit

Wir sehen es als gesamtgesellschaftliches Anliegen an, Kinder mit Behinderungen und Kinder mit erhöhtem Förderbedarf nicht aus der Gemeinschaft auszugrenzen, sondern zu integrieren. Unser Ziel ist das Erleben einer einzigen großen Gemeinschaft, in der viele unterschiedliche Ausdrucksformen und Entwicklungsstufen gleichberechtigt miteinander Platz haben. Wo Kinder sich wohlfühlen, werden Werte wie Verantwortlichkeit, Wahrnehmung und Rücksicht auf die eigenen Bedürfnisse und die der anderen entwickelt.

Eine Gruppenerzieherin mit heilpädagogischer Zusatzausbildung erstellt den persönlichen Förderplan für das jeweilige Kind. Mit Hilfe intensiver Elterngespräche, Kontakten mit entsprechenden Behörden und Trägern sowie der individuellen Begleitung des Kindes im Gruppenalltag schaffen wir die Basis für eine gute Integration der betroffenen Familien und Kinder. Die Förderung ist entwicklungsgerecht und ganzheitlich. Die Kinder erwerben sozial-emotionale Kompetenzen, entfalten und bauen eigene Fähigkeiten im Bereich der sprachlichen, geistigen und körperlichen Entwicklung auf. Das Ziel ist es, jedes Kind in seiner Einzigartigkeit zu begleiten und ihm die benötigten Hilfen zu geben, sich in die Gemeinschaft zu integrieren, indem es sich dort mit seinen Stärken, Schwächen und Eigenarten akzeptiert fühlt und einbringen kann.

Elternarbeit

Die Elternarbeit ist ein fester Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Wir haben den Anspruch eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, so dass die Eltern ihre Kinder mit einem guten Gefühl zu uns bringen. Wir sind interessiert an Gesprächen, in denen wir uns gemeinsam Gedanken über die Dinge und Notwendigkeiten machen, die dem jeweiligen Kind zu Gute kommen sollen. Einmal jährlich findet ein Elternabend und ein Entwicklungsgespräch statt.

Wir wünschen uns einen dichten und tragfähigen Kontakt zu den Eltern, ohne jedoch in ihre persönliche familiäre Situation eingreifen zu wollen.

Die Eltern haben die Pflicht sich in Arbeitskreisen zusammenzufinden. Hier übernehmen sie eigenverantwortlich Aufgaben, wie die Organisation jahresbezogener Feste, das Schreiben der Kinderhaus-Chronik oder Gartenarbeiten.

Im Rahmen der Vereinsarbeit leisten sie Vereinsstunden und beteiligen sich rege an Säuberungs- und Reinigungsarbeiten sowie an der Gestaltung des Hauses.